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"H.A.R.P." Berlin, 27. Januar 2009

Das Projekt H.A.R.P. („Holocaust Art/Annual Remembering People“) wird jährlich ab dem 27. Januar 2007 in verschiedenen Städten Europas und in Israel durchgeführt. Die Idee entstand, als die UN am 01.11.2005 den 27. Januar zum Internationalen Gedenktag der Erinnerung an die Opfer des Holocaust" ("International Day of Commemoration in the Memory of Victims of the Holocaust") erklärt hatte.
Die Arbeiten internationaler Künstler, die hierzu beitragen, konzentrieren sich in jedem Jahr auf ein neues Thema, setzen sich dabei aber immer mit dem Holocaust auseinander. Im Januar 2009 wird Berlin als Stadt im Focus stehen. Der Gang über den Alexanderplatz hinüber zur Rosenstraße bis zur neuen Synagoge in der Oranienburgerstraße lässt die verschiedenen Orte des Wandels und der Erinnerung an das letzte Jahrhundert zum Vorschein kommen. Dazu gehören auch das Gelände neben dem Parkfriedhof und der Otto-Rosenberg-Platz in Marzahn, wo 1936 aus Anlass der Olympischen Spiele ein Zwangslager für Sinti und Roma errichtet worden war.
Zwischen dem 20. Januar und dem 7. Februar werden Arbeiten von sechs Künstlern aus vier verschiedenen Ländern zu sehen sein. Die Italienerin Roberta Meccoli stellt ihre Fotografie, die spanische Künstlerin Clara Aguado eine Installation an der S-Bahn-Station Raoul-Wallenberg-Straße in Marzahn aus. Karpüseeler aus Italien arbeitet mit plastischer Kunst zu diesem Thema und wird mit einer Installation in Berlin-Mitte zu sehen sein. Ebenso in Berlin-Mitte stellt die israelische Künstlerin Noam Gorbat ihre Arbeit zum Thema „Stolpersteine“ aus. Andrés Galeano führt seine Performance „Die Stehenden“ am 27. Januar in der Rosenstraße vor, um so an die Frauenproteste von 1943 zu erinnern. Ein Video davon wird anschließend im ebenfalls in der Rosenstraße gelegenen Instituto Cervantes gezeigt werden. Der polnische Regisseur Piotr Śmigasiewicz schließlich präsentiert einen Kurzfilm entstanden aus einem Filmworkshop mit jungen Roma aus Rom.
Diese ganz unterschiedlichen Ansätze und Arbeiten wollen gemeinsam die Erinnerung an den Holocaust wach halten und durch die Präsentation an historisch relevanten Orten in Berlin öffentlich auf den 27. Januar hinzuweisen.