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Der Vorstand
Mitglieder:
Patrizia Bisci: wurde in Rom geboren; studierte mit Diplomabschlüssen die Fächer Literatur und Kunst sowie Psychologie und Psychoanalyse, arbeitete als Schauspielerin unter dem Namen PatrIzia Bini.
Seit 1987 ist sie Kuratorin von Kunstprojekten und organisiert internationale Ausstellungen in Europa. Sie hat den Band "Berlino ricostruzione" publiziert sowie verschiedene andere Texte und Ausstellungskataloge.
2004 gründet sie die Stiftung "Theater und Kunst Diletta Benincasa".
Pressestimmen: "Patrizia Bisci ist echt Roemerin, aber Ihre Stiftung hat sie in Berlin gegründet. Signora Bisci will europaweit künstlerisch begabte Kinder, die als Angehörige einer Minderheit benachteiligt sind, mit einem Stipendium unterstützen.
Einen ersten Erfolg konnten die im Rathaus versammelten Stifter bereits erleben. Die 17-jährigen Zwillingsbrüder Aaron und Jerome Weiss, Kinder einer Sinti-Familie, begeisterten gestern mit ihrem Klavierspiel. In Italien brachte Bisci mit ihrer Stiftung einen Kalender mit kunstvollen Fotos von Jugendlichen aus einem Roma-Lager heraus. Damit will sie das Andenken an ihre verstorbene Tochter, die Schauspielerin Diletta Benincasa wachhalten. Sie hat Minderheiten geliebt, sagt Patrizia Bisci.
Sie hofft, nicht nur den Kindern, sondern der ganzen Gesellschaft zu helfen. Kunst ist nicht aggressiv, lautet ihre Botschaft." (Tagesspiegel 5. März 2005)

Walter Asmus:
ist ein bekannter deutscher Theaterregisseur. Er arbeitete seit seiner ersten Begegnung mit Samuel Beckett im Berliner Schillertheater 1974 wiederholt mit ihm in Bühnen und TV-Produktionen zusammen.
Für die berühmte, auf internationalen Bühnen gespielte Inszenierung von "Waiting for Godot" ("Warten auf Godot") wurde er sein Assistenz-Regisseur.
Asmus führte in allen internationalen Inszenierungen von Becketts Stücken Regie, darunter in "Waiting for Godot" in der Brooklyn Academy of Music, New York 1978 und im Gate Theatre 1988. Zu seinen TV-Produktionen gehören "Footfalls”, "Rockaby" und "Eh Joe" mitBillie Whitelaw sowie eine französische Version von "Waiting for Godot" mit Roman Polanski als Lucky.
1991 inszenierte Asmus "Waiting for Godot" für das Gate Theatres Beckett Festival.
In der Folge wurde das Stück im Jahr 2000 in Chicago, Sevillia, New York, Melbourne, Toronto, London und auf einer US-Tour aufgeführt.
Im selben Jahr war Asmus Co-Organisator und Künstlerischer Leiter des internationalen Beckett-Festivals in Berlin.
2000/2001 führte er Regie in der Verfilmung von "Footfalls" mit Susan Fitzgerald im Rahmen des Projektes Beckett on Film in Dublin. 2004 inszenierte er "Waiting for Godot" auf 7 verschiedenen Bühnen und für das Rubicon Theatre in Ventura, CA. 2005 führte er Regie in der ersten chinesischen Inszenierung von "Endgame" ("Endspiel") auf Mandarin in Shanghai, China.
2006 inszenierte er eine Bühnenadaption von Becketts Erzählung "First Love" für das Writers Festival in Sydney. Darüber hinaus startet seine Dubliner Inszenierung von "Waiting for Godot" im Oktober des Jahres in Washington DC um anschließend auf Tour in den Vereinigten Staaten zu gehen.
Asmus war mit Beckett bis zu dessen Tod im Jahr 1989 befreundet.

Adriana Altaras:
wurde in Zagreb geboren und wuchs in Italien und Deutschland auf. Nach dem Abitur studierte sie an der Hochschule der Künste in Berlin und vervollständigte ihr Studium an der New York University.
Sie ist Mitbegründerin des Theater zum Westlichen Stadthirschen in Berlin, wo sie mehrere Jahre als Schauspielerin, Regisseurin und Autorin tätig war.
Während dieser Zeit spielte sie unter anderem in "Der Frosch" (Achternbusch),
"Die Nächte der Cabiria" (nach Fellini), "Clara S." (Jelinek), "Sommernachtstraum" (Shakespeare), in der Uraufführung von Matthias Zschokkes "Elefanten können nicht ..."sowie in der deutschen Erstaufführung von Leona Carringtons "Penelope".
Hinzu kommen Engagements am Maxim-Gorki-Theater und der Freien Volksbühne in Berlin, am Theater Basel, in Konstanz und Stuttgart. Mit ihrem ersten Solostück "Jonteff", das sie auch selbst geschrieben hat, gastierte sie außer in deutschen Städten auch in Österreich, Ungarn und Brasilien.
Als Regisseurin arbeitete Adriana Altaras bislang am College of Hearts in Berlin, an der HdK Berlin, am Landestheater Neustrelitz, am Theater tri-Bühne in Stuttgart und mehrmals an der Neuköllner Oper in Berlin, wo sie zuletzt die Opern "La sorella amante" und "Tom Jones" inszenierte.
Für die Jüdischen Kulturtage 2002 Berlin Open hat Frau Altaras die Künstlerische Leitung übernommen und inszenierte zudem am Berliner Gorki-Theater im selben Jahr ihr Stück "Jud Sauer" sowie 2003 "Damen der Gesellschaft" und "Väterchen Frost", weiterhin 2004 "Trauer to go", eine Arbeit über deutsche Vergangenheitsbewältigung anhand der Diskussionen um das Mahnmal für die ermordeten Juden.
Viel beachtet wurde auch ihre Zusammenarbeit mit hyperaktiven Kindern ("HYPOP", 2003) und mit Alzheimer-Patienten ("HYOOP II: Kennen wir uns nicht aus Biarritz?", 2004) an der Staatsoper Berlin, wie auch ihr Projekt "Garuma" (der offizielle Beitrag des Kunst und Kulturprogramms der Bundesregierung zur FIFA WM 2006), zusammen mit Wolfgang Böhmer.
Zahlreichen Kino- und Fernseharbeiten. Darüber hinaus ist Adriana Altaras an der Hochschule der Künste Berlin als Dozentin für Schauspiel im Studiengang Musical tätig und als Interviewerin bei der von Stephen Spielberg ins Leben gerufenen Shoa Foundation.
1988 erhielt sie den Bundesfilmpreis, wurde 1993 mit dem Theaterpreis des Landes Nordrhein-Westfalen ausgezeichnet und war Mitglied des "Paradiso-Ensembles", das den Schauspielerpreis (Silberner Bär) der Berlinale 2000 in Empfang nahm.
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